Akupunktur-Massage nach Klaus Radloff:
Die Akupunktur-Massage ist eine von der klassischen Akupunktur abgeleitete Behandlungsform und daher eng mit ihr verwandt.
Als energetische Behandlung wirkt sie über die Beeinflussung der Lebensenergie - Xi - auf den Organismus. Das Xi ist nach Auffassung der "Traditionellen chinesischen Medizin" (abgekürzt: TCM) allem körperlichen und seelischen Geschehen steuernd übergeordnet. Im Verlauf von 24 Stunden durchläuft das Xi in speziellen Bahnen einen Kreislauf bildend unseren Körper. Die "Energiestraßen" werden Meridiane genannt und erhalten ihre Namen unter anderem nach den Organen des Körpers.
Nieren-Meridian
Kreislauf-Meridian
Dreifach Erwärmer
Gallenblasen-Meridian
Leber-Meridian
Lungen-Meridian
Dickdarm-Meridian
Magen-Meridian
Milz-Pankreas-Meridian
Herz-Meridian
Dünndarm-Meridian
Blasen-Meridian
Nieren-Meridian usw.
Wird der Fluss des Xi in den Meridianen behindert und gelingt es dem Körper nicht selbst, den Xi-Fluss wieder in Gang zu bringen, entstehen die unterschiedlichsten Störungen oder Erkrankungen.
So gibt es in der westlichen Medizin den Begriff "Kopfschmerzen". In der TCM werden Kopfschmerzen als Symptom begriffen und einer individuellen Energieflussstörung zugeordnet. So könnten Kopfschmerzen beispielsweise von einer "Fülle im Gallenblasenmeridian" oder auch von einer "Leere im Blasenmeridian" ausgelöst worden sein. Hierbei könnte die Fülle im Gallenblasen-Meridian zum Beispiel durch eine alte Narbe am Kopf und die Leere des Blasen-Meridians durch einen Zug einer Klimaanlage verursacht worden sein.
So werden Erkrankungen in "Ost und West" verschieden bewertet und dementsprechend unterschiedlich behandelt, wie auch die Behandlungsansätze der Allergie zeigen:
In der klassischen Schulmedizin wird nach den allergieauslösenden Stoffen gesucht, um die erkrankte Person anschließend de- oder hyposensibilisieren zu können.
In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Fluss des Xi normallisiert, damit der Körper wieder zur physiologischen Reaktion zurückfindet. Damit wird die überschießende Antwort des Immunsystems, die sich als "Allergie" definiert, auf ein an sich harmloses Objekt, wie Blütenpollen, überflüssig.
Durch das Streichen der Meridiane mit den Fingern wird der zuvor gestörte Energiefluss harmonisiert. Anschließend werden die Gelenke des Körpers überprüft, hier insbesondere die Gelenke der Wirbelsäule und des Beckens, und gegebenenfalls behandelt, da Blockaden der Gelenke nicht selten eine Energieflussstörung mitverursachen.
Somit ist die Akupunktur-Massage nicht nur für Personen von Vorteil, die die Nadelbehandlung der klassischen Akupunktur ablehnen, sondern sie hat gegenüber der Akupunktur noch weitere Vorteile:
Die Reaktionsfähigkeit des modernen Menschen auf eine Akupunkturbehandlung hat sich verändert. Es ist gar nicht so selten, dass Menschen auf die Akupunktur nicht mehr in der gewohnten Weise reagieren. Ursache hierfür ist sicherlich die Belastung des Körpers mit den verschiedensten Toxinen (siehe auch "Regulationsdiagnostik nach Klinghardt"), wodurch die gewünschte "Weiterschaltung" eines Akupunkturpunktes verhindert wird. Da die Akupunktur-Massage die Meridiane in ihrem gesamten Verlauf mit einbezieht, werden solche Blockaden eher überwunden.
Die Beseitigung der vorhandenen Gelenkblockaden wiederum wird durch die vorangegangene energetische Behandlung leichter.
Somit ist die Luste der behandelbaren Erkrankungen lang :
Kopfschmerzen
Allergien
Menstruationsbeschwerden, wie starke Blutungen und Schmerzen
Störungen des Magen-, Darmtraktes
Nervenschmerzen
Schlecht heilende Wunden
Arthritiden
Ischialgien etc.
Diese Erkrankungen können positiv beeinflusst werden. Bereits zerstörtes Gewebe kann sich allerdings nur bedingt wieder regenerieren, aber jene Beschwerden, denen eine funktionelle Störung zugrunde liegt, lassen sich sehr gut beeinflussen. Im Einzelfall sollte dies mit einer Probebehandlung herausgefunden werden.
Um den Behandlungserfolg auch zu Hause zu unterstützen, ist die Begleitung der Therapie durch eine Ernährung im Sinne der traditionellen chinesischen Medizin wünschenswert. Sie ist eine wichtige Säule der Akupunkturlehre. Mit einer sinnvollen Ernährung stärken wir den Körper und können schädigende Einflüsse von außen abwehren. Es gibt eine Unterscheidung der Nahrungsmittel nach ihrer energetischen Wirkung auf den Körper. Sie können
kalt
kühl
neutral
warm
heiß
sowie:
trocken
neutral
feucht
Xi nach oben leitend
Xi nach unten leitend
Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, dass kalte, nasse Füße eine Erkältung verursachen. Aber ebenso können auch extreme Hitze und Trockenheit die bekannte "Sommergrippe" auslösen. Eine sehr gute Ernährung ist in der Lage, diese klimatischen Belastungen auszugleichen. So kann eine heiße Hühnerbrühe bei nass gewordenen Füßen oftmals noch wahre Wunder wirken und frisches Obst, Salat und kühle Kräutertees bei großer Hitze sehr erfrischend sein.
Die unmittelbare Wirkung von Speisen auf den Körper ist unglaublich schnell an Babies stillender Mütter zu erleben. So haben Babies von Müttern, die sich von Salat, Bananen und Milchprodukten ernähren, nicht selten auffallend kalte Hände und Füße und eine träufelnde Nase. Stellt die Mutter ihre eigene Ernährung auf wärmende Speisen um, werden Hände und Füße des Babies warm und die Nase hört auf zu laufen.
Um eine wirkungsvolle Therapie im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin einleiten zu können, muss zunächst das "Krankheitsmuster" erkannt werden. Hierzu erfolgt die Diagnose durch das Zusammentragen möglichst vieler Parameter. Begutachtet wird die Zunge, die Gesichtsfarbe sowie die Gesichtshaut, die Augen, Nase und die Ohren, die Zähne und das Zahnfleisch, die Körperhaut insgesamt und das Bewegungsverhalten. Es wird auf Qualität und die Lautstärke der Stimme geachtet, auf die Atemgeräusche, auf Art und Tempo der Sprache und auf den Geruch des Patienten.
Zusätzlich wird der Patient befragt nach Frösteln oder Fieber, nach Schwitzen, nach Essensvorlieben und Geschmack, nach den Stuhlgewohnheiten, der Häufigkeit des Harnlassens und der Farbe des Urins. Nach der Intensität des Durstes und der Trinkmenge sowie nach dem Schlafverhalten und nach vorhandenen Schmerzen und deren Qualität. Hieraus ergibt sich das jeweilige Krankheitsmuster und die geeignete Behandlungsstrategie.
Eine Behandlung mit Akupunktur-Massage oder Akupunktur, eine Verbesserung der Ernährung im Sinne der TCM zusammen mit der Einnahme spezieller Kräutertees (Dekokte), erzielen häufig eine erhebliche Verbesserung vorhandener Beschwerden.
Die Behandlungskosten der Akupunktur-Massage werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.
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