Akupunktur:
Das Einstechen von Nadeln in definierte Punkte an Körper, Kopf oder Ohr nennt man "Akupunktur". Es sind über 360 Akupunkturpunkte bekannt. Druck mittels Finger wird "Akupressur", die Stimulation der Punkte mit Licht "Laserakupunktur" genannt.
In China wurde die Akupunktur vor über 2000 Jahren entwickelt und angewendet. Die zugrunde liegende Theorie umfasst all unsere Lebensbereiche und beschreibt uns Menschen als einen Teil der uns umgebenden Welt. Somit erhalten klimatische Faktoren wie Hitze, Kälte, Nässe, Wind oder Trockenheit ebenso Bedeutung, wie emotionale Zustände von Trauer, unterdrückter Wut oder andauernder Freude. Sowohl innere als auch äußere Faktoren können in eine Krankheit führen und sollten Beachtung finden. In den vergangenen Jahrtausenden hat sich wohl die Welt, nicht aber der Mensch selbst stark verändert. Daher hat die Lehre der Akupunktur nichts von ihrer Bedeutung verloren.
Was bewirkt der Einstich einer Nadel in die Haut?
Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist noch keine abschließende Erklärung gefunden worden. Einige Dinge sind jedoch klar: Viele Akupunktur-Punkte liegen in der Nähe freier Nervenendigungen und stimulieren den Nerv, der den Reiz weiter ins Zentrum leitet.
Das Eindringen der Metallspitze in die Haut verändert das Milieu im Zellzwischenraum, so dass Zellen in unmittelbarer Nachbarschaft reagieren müssen und nun auch Signale senden. Außerdem liegen die Akupunkturpunkte auf den so genannten "Meridianen", den Energiestraßen, die möglicherweise über Lichtimpulse (dies erklärt die Wirkung der Laserakupunktur) eine Information unglaublich schnell zum entsprechenden Organ, beispielsweise zur Lunge, weiterleiten. Die Meridiane selbst sind allerdings anatomisch nicht darstellbar.
Wie werden die Akupunkturpunkte ausgewählt?
Alle Akupunkturpunkte sind erfasst und in ihrer Wirkung sorgfältig beschrieben worden. Daneben existieren ausgeklügelte "Rezepte", die in verblüffend vielen Fällen sofort eine Linderung der Beschwerden herbeiführen. Ist die Erkrankung jedoch schwerwiegender, muss eine umfassende Anamnese erhoben und die Punktauswahl individuell abgestimmt werden. In diesem Fall wird sich eine erfolgreiche Behandlung über einen längeren Zeitraum erstrecken.
Warum hilft die Akupunktur manchmal nicht so wie gewünscht?
Entweder wurde die Punktauswahl nicht optimal getroffen oder das Gewebe ist zerstört. Der Körper des Menschen kann sich in einer kompletten "Regulationsstarre" befinden. In einem solchen Fall sollten andere therapeutische Maßnahmen mit eingesetzt werden.
Akupunktur kann helfen bei:
Allergien
Asthma
Bandscheibenvorfall
Bindehautentzündung
Blasenentzündung
Bronchitis
Bulimie und Magersucht
Darmentzündung
Depression
Fibromyalgiesyndrom
HWS-Schleudertrauma
Infektanfälligkeit
Ischiasbeschwerden
Kinderkrankheiten
Knochenbrüchen
Lähmungen
Magenschleimhautentzündung
Migräne
Neuralgien
Periodenschmerzen
Prostitis
Reizdarm
Schlafstörungen
Schwindel
Sinusitis / Nebenhöhlenerkrankungen
Tinnitus
Wechseljahresbeschwerden
Die Kosten für die Akupunkturbehandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.
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